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\title{Erfahrungsbericht Nagoya University}
\author{Marek Kubica}

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Wer bin ich?

Warum Japan?

Da mehrere meiner Freunde ein Semester lang Austausch gemacht haben (Irland, England und Kanada) und davon ganz begeistert waren habe ich mich ebenso bei den Erasmus und TUMexchange Partneruniversitäten umgesehen. Viele Länder sind bei mir mangels Interesse durchgefallen. Kanada habe ich mir überlegt, aber da die einzige Englischsprachige Universität im TUMexchange-Programm in Edmonton liegt, habe ich mich auch da dagegen entschieden. Am Tag der offenen Tür habe ich mich nochmal beim Studentenaustausch-Stand erkundigt und es hieß, dass es gute Chancen gibt für Japan genommen zu werden.

Hätte nie gedacht nach Japan zu fahren, aber als ich es mir überlegt habe klang das gar nicht mal so schlecht. Die Wahrscheinlichkeit nach dem Studium ein Jahr in Japan zu verbringen ist fast null, also sollte man die Gelegenheit nutzen.

Land

Japan ist ein Inselstaat in Asien, zu dem man kaum was sagen muss, weil alle schon mal von Japan gehört haben. In dem Land wohnen 128 Millionen Menschen, davon etwa 98% Japaner und von den restlichen 2% sind die Mehrheit Chinesen und Koreaner. Die meisten, wenn nicht gar alle Japanische Städte sind Küstenstädte, da das Landesinnere ziemlich gebirgig ist. Das Klima ist generell etwas wärmer als in München, aber der kalte Wind vom Meer hat es in sich.

Ort

Nagoya ist eben eine dieser Küstengroßstädte mit ca. 2,2 Millionen Einwohnern und damit Hinter Tokyo, Yokohama und Osaka die viertgrößte Stadt des Landes, in Deutschland aber praktisch unbekannt (Tokyo ist bekannt, Osaka ebenso und auch Kyoto). Das liegt zum Teil daran, dass Nagoya für nichts besonderes im Westen bekannt ist. Östlich von Nagoya liegt allerdings die Stadt Toyoda, deren Autos man oft auf Deutschen Straßen antreffen kann.

Jedoch sollte man dabei bedenken, dass Nagoya dadurch auch eine Reihe von Vorteilen hat. Im Gegensatz zu der Tokyo/Yokohama-Metropolregion ist Nagoya ausreichend klein, um mit dem Fahrrad durchquert zu werden. Ebenfalls ist die Stadt ein Stück weit günstiger als die bekannten Touristengegenden, was einen Unterschied macht, wenn man mit beschränkten finanziellen Mitteln auskommen muss.

Von Nagoya ist es ebenfalls nicht weit bis zur Nachbarpräfektur Gifu, wo man Skifahren kann.

Bewerbung

Ankunft

Internationale Flüge kommen meist am Chubu International Airport an, von dem man einen Zug an den Nagoyer Bahnhof nehmen kann. Direktflüge aus Deutschland nach Nagoya sind eher die Ausnahme, viele Flüge machen Zwischenstopps in China. Alternativ ist es möglich, über Tokyo anzureisen und den Schnellzug zu nehmen, der ebenfalls am Bahnhof ankommt. Vom Bahnhof kann man problemlos die U-Bahn nehmen, die ziemlich gut englischsprachig ausgeschildert ist. Zu Verwirrungen kann es jedoch kommen, weil es in Nagoya die Zugbetreiber Japan Railroad (JR), Meitetsu und Kintetsu gibt, die eigene Netze betreiben. Diese sind nicht mit der U-Bahn zu verwechseln.

Unterbringung

An der Universität Nagoya gibt es mehrer Wohnheime für Internationale Studenten, jedoch stehen nicht alle für NUPACE-Studenten offen, in einigen Wohnheimen wohnen etwa nur reguläre ausländische Studenten die etwa ihren PhD an der Universität machen.

Für NUPACE-Studenten gibt es zwei Wohnheime, die Zuweisung wird allerdings von der Universität vorgenommen:

Ohmeikan ist das etwas neuere Wohnheim, in dem nicht nur ausländische sondern auch Japanische Studenten untergebracht sind. Es befindet sich eine Haltestelle von der Universität entfernt, kann aber auch bequem zu Fuß oder mit dem Rad erreicht werden, vorrausgesetzt das Rad hat eine funktionierende Gangschaltung um die Hügel zu überwinden.

International Residence Higashiyama ist das ältere Wohnheim und das in welches der Autor einquartiert wurde. In Higashiyama ist ein Zimmer etwa 16m² groß und voll möbliert, wenn nicht gar übervoll. Der Autor hat einige Schränke nie benutzt, aber bedauerlicherweise verbrauchen diese Platz. Zum Zimmer gehört ein kleines Bad mit Dusche sowie eine Küchenzeile mit Kühlschrank. Ebenfalls zur Ausstattung des Zimmers gehört eine Klimaanlage die sowohl zum kühlen als auch zum heizen im Winter verwendet wird, was mangels isolierter Wände auch bitter nötig ist. Seit dem Herbstsemester 2011 gibt es ebenfalls einen schnellen Internetzugang von der Universität umsonst im Zimmer. Die Verbindungen nach Deutschland sind etwas langsam, aber ansonsten kann man sich auch als Informatikstudent kaum beschweren.

Anzumerken ist, dass Japanische Wohnheime für Ausländer etwas seltsame Regeln haben. So werden die Gemeinschaftsräume Abends zugesperrt, der Müll wird wöchentilcih gesammelt und in aller Regel gibt es getrennte Jungs und Mädchen-Stockwerke. Letztere dürfen Jungs auch nicht betreten. In der IR Higashiyama ist dies jedoch aus unbekannten Gründen nicht der Fall.

Transport

In Nagoya gibt es ein gut ausgebautes U-Bahn-Netz dass, solange es fährt (5:00 bis kurz nach Mitternacht) sehr gut funktioniert und auch erstaunlich preiswert ist. Um die Stadtmitte führt eine Kreislinie, was im Vergleich mit der Münchner magistrale eine große Verbesserung ist. Die Haltestelle der Universität liegt auf ebendieser Linie. Darüber hinaus gibt es auch noch Busse und Taxis. Die Taxis sind ebenfalls einigermaßen bezahlbar, besonders wenn man sich zu dritt oder viert eines teilt.

Darüber hinaus gibt es in Nagoya auch die Möglichkeit Fahrrad zu fahren, da man damit in unter einer Stunde überall hinkommt. Fahrradwege existieren zwar, aber werden von Japanern generell ignoriert, so dass man oftmals um Fußgänger umherfährt oder direkt die Straße benutzt. Achtung vor Kamikaze-Radfahrern, denn statt zu klingeln wird in Japan mit Bremsen gequitscht.

Universität

Nagoya Daigaku ist eine staatliche, in Japan sehr angesehene Universität mit 3 Standorten in Nagoya, aber von denen allen ist der Campus in Higashiyama der wichtigste. Dort finden sich nahezu alle Gebäude der Universität, lediglich die medizin ist wo anders zu finden, ähnlich wie in München Rechts der Isar.

Neben der Nayoya Universität gibt es in Nagoya noch ganz viele weitere Universitäten, am Standort Higashiyama sind das Nanzan University und Chukyo University. Das liegt daran, dass nahezu alle Japaner studieren, auch wenn sie in ihrem späteren Arbeitsleben nichts mit dem Studiengang korreliertes machen.

Vorlesungen

Sprache

Clubs / Circles

Essen

Finanzen

Mobilfunk

Kontakt (Facebook)

Kosten

Leute

Freizeit (Karaoke)

Sport

Nightlife

Lab

Reisen

Fachliches Niveau

Anrechnung der Credits

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