\documentclass{scrartcl}
\usepackage[T1]{fontenc}
\usepackage[utf8]{inputenc}
\usepackage[ngerman]{babel}
\usepackage{url}

\title{Vorlesung: Technik, Wirtschaft und Gesellschaft}
\author{Leistungsnachweis 2: Entstehung und Entwicklung des Internets\\
Marek Kubica (Matr. Nr.: 3605953)}
\date{14.12.2009}

\begin{document}

\maketitle
\tableofcontents
\newpage

\section{Rolle des Militärs bei der Entwicklung der Computertechnik}

Einer der wichtigsten Meilensteine der Computertechnik war die Inbetriebnahme
des ENIAC (\emph{Electronic Numerical Integrator and Computer}) im Jahr 1942
zur Berechnung von Ballistiktabellen. Dieser erste rein elektronische digitale
Universalrechner wurde von der US-Armee in Auftrag gegeben und unterhalten
\cite{eniac}.

1958 entstand als Folge des Sputnik-Schocks die \emph{Advanced Research
Projects Agency} (ARPA) aus einer Initiative des Verteidigungsministeriums. Sie
sollte sicherstellen, dass die Amerikaner technologisch nicht hinter der
Sowjetunion hinterher hinken. Eine Förderung von Computertechnologie fand
jedoch erst zur Amtszeit von John F. Kennedy verstärkt statt.

Neben der ARPA wurden Computerpioniere wie Douglas Engelbart, der am
bekanntesten durch die Erfindung der Maus ist, aber auch einer der Vordenker
der Mensch-Maschine-Kommunikation, war durch das \emph{Air Force Office of
Scientific Research} gesponsort \cite{comm}. Weitere Förderungen kamen auch von
Seiten der NASA.

So konnte dank der Förderungen der ARPA 1969 der erste ARPANET-Knoten in
Betrieb gehen und 1972 mit 40 angeschlossenen Rechnern der Öffentlichkeit
präsentiert werden \cite{inet}. 

\section{Weichenstellung zur zivilen Nutzung}

Gegen 1983 wurde die Beteiligung des Militärs im ARPANET geringer, der
militärische Teil wurde in ein eigenes Netzwerk, das MILNET, abgespalten. Der
verbleibende Teil des APRANETs wurde als NSFNet weitergeführt. Das Ziel des
NSFNets war ein akademischer Austausch der, angesichts dessen dass die meisten
Nutzer Wissenschafler an Universitäten waren, eine logische Konsequenz war.
Eine kommerzielle Nutzung war ausgeschlossen.

So kam es auch, dass ab 1988 mehrere europäische Länder den Anschluss an das
US-amerikanische Forschungsnetz suchten. Bis 1992 kamen so viele weitere Länder
hinzu und führten zu einem enormen Wachstum der an dem Netzwerk angeschlossenen
Computer \cite{inet}.

Durch die Erfindung des World Wide Web (WWW) fielen in den frühen 1990er Jahren
auch die technischen Hürden, sodass das Internet ab diesem Zeitpunkt auch für
Nichtfachleute nutzbar wurde. Zu dieser Zeit fiel auch die Restriktion der
akademischen Nutzung und das ARPANET hörte auf zu existieren -- das zivile
Internet war geboren \cite{hoi}.

\section{Einfluss der Nutzer}

Da das frühe Internet auf offenen, dokumentierten Standards wie dem Internet
Protocol (IP) basierte und die Hauptnutzer technisch versierte Personen waren,
ist das Internet seit jeher ein Medium gewesen, in dem die Nutzer nicht nur
Konsumenten, sondern auch Macher sind.

So entstanden in den späten Achtzigerjahren die sogenannten Newsgroups, in
denen sich Leute thematisch austauschen konnten sowie ein Service namens
\emph{Internet Relay Chat} (IRC), über den Leute über die ganze Welt verteilt
in Echtzeit miteinander sprechen konnten. IRC ist selbst heutzutage noch
populär -- es sind ca. 800.000 Menschen gleichzeitig auf verschiedenen
Netzwerken online \cite{netsplit}.

Die Web 2.0 Bewegung hat die technische Hürde für neue Benutzer sogar noch
weiter verringert -- Nutzer können nun auch ohne zu Programmieren ihre
Kreativität im Internet einbringen und Kunst zur Verfügung stellen (siehe etwa
flickr) oder sich aktiv an der Verbreitung von Wissen einbringen (Wikipedia).

\section{User Innovations in anderen Bereichen}

Durch billige Massenproduktion von Elektronikteilen ist es für Privatnutzer nun
nicht nur möglich geworden eigene Software zu schreiben, sie wurden sogar in
die Lage versetzt auf einfache Weise eigene Hardware für ihre Bedürfnisse zu
bauen.

Eine populäre Methode ist die Verwendung von Arduino \cite{arduino}, einer
Plattform mit der auch technisch weniger Bedarfte Nutzer wie Künstler oder
Designer in die Lage versetzt werden sich Geräte zu bauen, die ihrer
Schaffensarbeit nützlich sind. Inzwischen hat sich auch eine ziemlich große
Gemeinschaft gebildet, die ihre Werke auch öffentlich vorstellt
\cite{exhibition}.

\renewcommand{\refname}{Quellenverzeichnis}

%% add the bibliography to the TOC
\addcontentsline{toc}{section}{Quellenverzeichnis}

\begin{thebibliography}{999999999999999999999}

  \bibitem[ENIAC]{eniac} <\url{http://de.wikipedia.org/wiki/ENIAC}>
  \bibitem[Inet]{inet} Friedewald, Michael, Vom
    Experimentierfeld zum Massenmedium: Gestaltende Kräfte in der Entwicklung
    des Internet, in: Technikgeschichte 67, (2000): 331-361
  \bibitem[Comm]{comm} Friedewald, Michael, Konzepte der Mensch-Computer-Kommunikation
    in den 1960er Jahren. J.C.R. Licklider, Douglas Engelbart und der Computer als
    Intelligenzverstärker, in: Technikgeschichte 67, 2000, S. 1-24
  \bibitem[HoI]{hoi} <\url{http://en.wikipedia.org/wiki/History_of_the_Internet}>
  \bibitem[Netsplit]{netsplit} <\url{http://irc.netsplit.de/networks/summary.php}>
  \bibitem[Arduino]{arduino} <\url{http://de.wikipedia.org/wiki/Arduino-Plattform}>
  \bibitem[Exhibition]{exhibition} <\url{http://www.arduino.cc/playground/Projects/ArduinoUsers}>

\end{thebibliography}

\end{document}
